Mein Name ist Tasso Wolzenburg, und ich arbeite seit 1989 im regionalen Forstamt Siegen Wittgenstein. Vor knapp 10 Jahren begann ich meine Tätigkeit am „Forsthaus Hohenroth“.
 
Auf meiner Seite finden Sie eine interessante Mischung aus „Hirschrufen“, „Natur erleben“ für Klein und Groß, sowie der „Motorsägenkunst“.
 
Meine Leidenschaft ist die Natur, und ich konnte sie glücklicherweise über die Arbeit hinaus zu meinem Hobby machen.
Ich freue mich, wenn ich Sie hier für die eine oder andere Führung begeistern kann.
 
Rotwild ganz nah…
Beim „Forsthaus Hohenroth“ besteht seit 2006 ein etwa knapp 50 ha großes Rotwildgehege. Der Chef dieses Geheges ist ein 14 jähriger, hoch kapitaler Hirsch namens „Manni“. Er ist der Magnet für Hohenroth, ob an Wochenenden oder in der Woche. Die Besucher, die nach Hohenroth kommen, wollen alle nur Manni sehen und bewundern.
 
Bei meinen Führungen rufe ich 2-mal „Manni“ und der alte, dicke Hirsch folgt meinem Rufen. Denn seit knapp 4 Jahren hat sich eine gute Beziehung zwischen Manni und mir aufgebaut. Somit unterstützen wir uns gegenseitig; ich helfe ihm, wenn er mich braucht (bei der Fütterung im Winter), und er zeigt sich, wenn ich Besuchern eine Führung gebe.
 
Der Weg zur Holzkunst...
Glückliche Umstände haben dazu geführt, meine künstlerischen Fähigkeiten mit der Motorsäge zu entdecken. Dafür möchte ich mich bei meinem Vorgesetzten, Herrn Diethard Altrogge (Forstamt Hilchenbach), herzlich bedanken.
 
Eines Tages wurde die ungewöhnliche Aufgabe an die Forstbediensteten gestellt, die Zuwege zum alten Forsthaus Hohenroth mit Holzskulpturen zu verschönern. Ich nahm all meinen Mut zusammen und stellte mich dieser Herausforderung, packte meine Motorsäge und fing an, ohne zu wissen, was daraus entstehen würde. Und siehe da, meine erste Skulptur, eine Fichte, war geboren.
 
Dieser kleine, erste Erfolg hat mich so motiviert, dass heute Skulpturen von einem Adler, Fisch, Fuchs und einer Spechtfamilie den Weg zum Forsthaus zieren und weitere geplant sind.
 
Mein erster Auftritt in der Öffentlichkeit erfolgte im Juni 2003, wozu mich ein Dorf aus Wittgenstein anlässlich ihrer 700-Jahr Feier eingeladen hatte. So wurde die Motorsäge, bekannt als Werkzeug in der Forstwirtschaft, für mich zum Kunstwerkzeug.
 
Wie ich zum Hirschrufen kam...
Mein Großvater und mein Vater haben mich oft zur Hirschbrunft in die Wittgensteiner Wälder mitgenommen, wo der Platzhirsch durch sein lautes Röhren sein Territorium verteidigt. Aus Spaß versuchte ich die Laute des Hirsches nachzuahmen. Das brachte mir so viel Freude, dass ich mir ein „Faulhaber Hirschrufrohr“ kaufte.
 
Durch Zufall habe ich im Fernsehen einen Beitrag über das Hirschrufen gesehen und erfahren, dass in St. Andreasberg im Harz die Meisterschaften ausgetragen wurden. Spontan habe ich mich da einfach angemeldet. Ich habe es geschafft! Von 10 Teilnehmern aus der Slowakei, aus Bayern, aus NRW und aus Niedersachsen habe ich den ersten Platz erreicht. Die Fernsehteams NDR, MDR und N24 waren vor Ort und strahlten den Beitrag aus.
 
An der deutschen Meisterschaft, die ein halbes Jahr später in Dortmund während der „Jagd & Hund“ ausgetragen wurde, habe ich als Neuling teilgenommen. Und? ... gewonnen!
 
Im folgenden Jahr habe ich nochmal das Glück gehabt, meinen Titel „Deutscher Meister im Hirschrufen“ zu verteidigen.
 
Holzkunst und Hirschrufen - beides betreibe ich mit Leidenschaft!
 
Es würde mich freuen, wenn ich Sie schon bald bei einer meiner Führungen oder Auftritte begrüßen dürfte.
 
Ihr TASSO WOLZENBURG